Marxistische Rechtskritik

Woher kommt die Vorstellung, alle Menschen seien frei und gleich geboren? Wieso nehmen im Kapitalismus die Beziehungen der Menschen die Form des Vertrags an? Vom Mietvertrag bis zur Ausländerbehörde bilden Rechtsverhältnisse die Membran unserer Beziehungen. Dabei wird die Frage, was Recht eigentlich ist, in den täglichen Auseinandersetzungen mit den konkreten Inhalten von Gesetzen oft gar nicht mehr gestellt. Im Rahmen unseres Tagesseminars wollen wir uns mit dieser und anderen Fragen anhand ausgewählter Textpassagen von Karl Marx und Eugen Paschukanis (sowjetischer Rechtsheoretiker) auseinandersetzten. Dabei diskutieren wir u.a., ob befreite Verhältnisse durch Recht zu erstreiten sind oder das Ende des Kapitalverhältnisses das Ende des Rechts bedeuten muss.

Zur Vorbereitung des Seminars stellen wir einen Reader zur Verfügung, der im Vorfeld gelesen werden sollte. Außerdem ist eine Anmeldung erforderlich. Schickt uns eine Mail unter sj-gruppe@falken-bremen.deoder eine Nachricht bei Facebook, dann bekommt ihr auch den Reader. Solltet ihr keine Zeit zum lesen haben: kommt trotzdem gerne vorbei!

Referent: Matthias Peitsch

Der Workshop richtet sich an Einsteiger*innen und Fortgeschrittene. Rechtskenntnisse sind nicht erforderlich!

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Theorie&Theke im Oktober

Einführung in die Kritik des Antisemitismus

26.10.17 um 19Uhr im BDP-Haus (Am Hulsberg 136 | Bremen)

Dieses Mal beschäftigen wir uns mit der Frage: Was ist Antisemitismus? Welche Rolle spielt Antisemitismus heute? Welche Geschichte steckt hinter diesem Begriff? Gemeinsam werden wir uns mit zwei Referentinnen in einem Abendworkshop einen Begriff von Antisemitismus erarbeiten. Respektvolles diskutieren sehen wir als Grundbedingung für die Teilnahme zu diesem Workshop. Wir wollen fair miteinander umgehen und haben keine Lust auf Leute, die nur zum stören kommen.

Theorie&Theke ist unser offenes Plenum und findet jeden letzten Donnerstag im Monat statt.

Solidarität mit Sarah!

Die Politikerin Sarah Rambatz trifft auf der Landesliste Hamburg für die Partei DIE LINKE zu den Bundestagswahlen an. Eigentlich würde uns das nicht weiter interessieren. Parlamentarismus ist ja nun nicht so unser Ding. Trotzdem wollen wir uns an dieser Stelle mit Sarah Rambatz solidarisieren.
Der Grund: ein Facebook-Post. Wegen diesem Post bekommt die Politikerin nicht nur reihenweise Mord-und Vergewaltigungsdrohungen. Auch lässt Solidarität aus ihrer Partei und der linken Szene auf sich warten.

Sarah Rambatz hatte zuvor in einer Facebookgruppe nach antideutschen Filmempfehlungen (Filme, in denen Deutsche sterben) gefragt. Und plötzlich wirft man ihr Mordphantasien und Rassismus gegen die „eigene Nationalität“ vor. Leider kommen diese nicht nur aus den Lagern von AFD und co., sondern auch von Liberalen, Grünen, bekennenden Feminist*innen und Sozialist*innen und aus der eigenen Partei.
Solidarität mit einer feministischen Politikerin, der man droht sie zu vergewaltigen zu ermorden? Nicht in der deutschen Linken.
Das Ganze ist so widerlich, dass wir dazu nicht einfach nichts sagen können. Rassismus gegen die eigene Nationalität? Was ist das für eine linke Kritik? Die deutsche Linke reproduziert nationalistische Identität und setzt den „Angriff“ von Rambatz teilweise mit Rassismen, Antisemitismus, Homophobie und anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit gleich. Wir halten Rassismus gegen Deutsche für ziemlichen Blödsinn. Deutsche, als Träger weißer, hegemonialer Macht, werden also diskriminiert? Diese Ansicht kennen wir von AFD, NPD und den Dorfnazis von nebenan aber es macht uns sehr wütend und fassungslos, solche Aussagen in diesem Umfang aus der linken Szene zu hören.

Wie gesagt, weder interessieren uns Wahlen noch DIE.LINKE besonders. Trotzdem: unsere Solidarität mit Sarah Rambatz! Abgesehen davon weiß doch jede*r, dass Filme in denen Deutsche sterben zu den besten Filmen überhaupt gehören!

 

Residance – gegen die Repressionen vor, nach und während G20 antanzen!

Kommt zu unserer Soli-Party ins Sielwallhaus: Am 19.08.17 werden wir zu bester (= trashigster) Musik das Tanzbein schwingen und mit viel Glitzer dem Sommerloch entfliehen.

Zum Event: https://www.facebook.com/events/262961364199366

United we stand! Im Rahmen der Kampagne „summer of resistance –summit of repression – solidarity is our weapon“ soll die Party auf die vielen Genoss*innen aufmerksam machen, die vor, bei oder nach dem G20-Gipfel Polizeigewalt und Repression durch den Staat erfahren haben. Auch Menschen, die bei den Falken organisiert sind, erleben dies immer wieder – zuletzt bei der Fahrt einer Gruppe Jugendlicher aus NRW zum G20-Gipfel. Einige der Einnahmen des Abends gehen deshalb an die Rote Hilfe e.V. zur Unterstützung von Aktivist*innen, die Opfer von Repression geworden sind.

Bleibt nicht alleine mit den alltäglichen und weniger alltäglichen Scheiß-Erfahrungen! Kommt vorbei, tanzt was das Zeug hält & trinkt Cocktails für mehr Solidarität! Wir freuen uns auf Euch!

Die Sozialistische Jugendgruppe – Die Falken Bremen

https://sjbremen.wordpress.com/
facebook: Sozialistische Jugendgruppe – SJ – Falken Bremen

Wir behalten uns das Recht vor, bei sexistischen, rassistischen oder ähnlichen menschenverachtendem Verhalten von dem Hausrecht gebrauch zu machen.

Antifaschismus und Erfahrung

Vortrag von Julian Bierwirth am 12.07.17  um 18:30 im Jugendhaus die Buchte (Buchtstr. 14/15 | Bremen)

Anmerkungen zu Theorie und Praxis materialistischer Bildungsarbeit

Auch antikapitalistische, emanzipatorisch orientierte oder antifaschistisch aktive Gruppen wenden sich in den letzten Jahren verstärkt pädagogischen Fragestellungen zu. Doch während im Bereich der Gesellschaftskritik eine vielschichtige Theoriebildung vorliegt, ist das für den Bereich pädagogischer Interventionen kaum der Fall. Bei dieser Veranstaltung soll daher zunächst die Konzeption einer materialistischen Pädagogik, wie sie im Anschluss an die kritische Theorie von Karl Marx entwickelt wurde, vorgestellt werden. Im Zentrum steht dabei sowohl die Kategorie der „Erfahrung“ als auch die Bedeutung solidarischer Gruppenzusammenhänge als Schutz- und Entfaltungsbedingung der Individuen gegenüber den Ansprüchen der kapitalistischen, herrschaftsförmig organisierten Vergesellschaftung.

Faschismustheorie – Eine Einführung

Vortrag mit Mathias Wörschig

28.06.17  um 18:30 im Jugendhaus die Buchte (Buchtstr. 14/15 | Bremen)

In der Faschismustheorie geht es um die Beschreibung und Erklärung von Faschismus als politischer Ideologie, Bewegung, Herrschafts- und Praxisform in der globalen kapitalistischen Moderne. Faschismustheorie liefert keine direkte Anleitung für antifaschistische Strategie, aber ganz ohne theoretische Orientierung ist antifaschistische Strategiebildung wiederum auch nicht zu haben. Nur eins von vielen Problemen dabei ist, dass die Bezeichnung „Faschismus“ innerhalb und außerhalb der politischen Linken häufig als reiner Kampfbegriff verwendet und dadurch entwertet wurde und wird. Die Veranstaltung soll versuchen, zumindest ein bisschen Klarheit in die begriffliche Verwirrung zu bringen.

Am Anfang geht es um die Rekonstruktion eines sinnvoll anwendbaren Faschismusbegriffs. Dazu werden zunächst der Ursprung der Bezeichnung „Faschismus“ sowie männliche Kampfbünde („fasci“) als Kernelement aller Faschismen besprochen. Danach wird das Phasenmodell des US-amerikanischen Historikers Robert O. Paxton vorgestellt, der Faschismus als sozialen Prozess auffasst, also als etwas, was in einer Gesellschaft und mit einer Gesellschaft geschieht.

Paxtons Phasenmodell bietet gleicheitig die Gelegenheit, die Hauptstränge der Faschismustheorie anzureißen. Die unterschiedlichen faschismustheoretischen Richtungen zeigen nämlich verschiedene analytische Stärken und Schwächen – je nachdem, welches Entwicklungsstadium des Faschismus mit ihnen beleuchtet wird.

Die ganze Veranstaltung über stellt sich die Frage, was uns die historisch entstandenen Begriffe und theoretischen Modelle für die heutige Auseinandersetzung mit der Extremen Rechten zu sagen haben. Nach dem Vortrag ist ausreichend Zeit, um einzelne Aspekte auf Nachfrage zu vertiefen und aktuelle Bezüge zu diskutieren.

Zum Referenten:
Mathias Wörsching betreibt die Internetseite faschismustheorie.de und schreibt Artikel und Aufsätze zum Thema (u.a. im „Antifaschistischen Infoblatt“/AIB). Er wird 2017 ein Einführungsbuch zu Faschismustheorien in der Reihe „theorie.org“ veröffentlichen.

 

Politik in finsteren Zeiten – Veranstaltungsreihe

Von “Das wäre vor 10 Jahren noch noch undenkbar gewesen.” bis zu “Das darf man ja wohl noch sagen dürfen.” Die Zeiten ändern sich und wir sind mitten drin. Wir befinden uns in einer Phase der Krise und Veränderungen…aber nicht zum Guten.

Auch wenn die Möglichkeit einer befreiten Gesellschaft momentan ziemlich düster aussieht, dürfen wir uns nicht in unserer gefühlten Ohnmacht verlieren. Wie können wir aktuelle Entwicklungen beurteilen, ohne einerseits in blinden Alarmismus zu verfallen, ein neues 1933 stände vor der Tür, ohne aber andererseits nicht gegebenenfalls denselben Fehler der damaligen Linken zu wiederholen und den gesellschaftlichen Rechtsruck zu unterschätzen.

Eine Einführung in die Faschismustheorie wird uns Mathias Wörsching am 28.06 geben.

Am 12.07 wird Julian Bierwirth über Antifaschismus und Erfahrung sprechen.

Die Veranstaltungen finden im Jugendhaus die Buchte statt (Buchtstr. 14/15 | Bremen)

Lernfabriken…meutern!

Wir waren heute auf der Straße, um über das Bündnis Lernfabriken meutern Bremen unsere Meinung zum aktuellen Bildungssystem zum Ausdruck zu bringen! Wir haben viele Schüler*innen erreicht und dank Stopp an der HSB auch viele Studis! Danke das ihr alle mit uns zusammen auf die Straße gegangen seid! Wir freuen uns auf die nächsten Aktionen des Bündnisses!
Hier ein kleiner Eindruck des Tages und unserer Redebeitrag den wir beim Auftakt am Bahnhof gehalten haben!
Und ganz besonderen Dank an unsere Freund*innen von der Sozialistische Jugend – Die Falken Bremerhaven das sie dabei waren!

Theorie und Theke im Juni

18581619_1365148676908639_9209831324262139351_n.jpgam Donnerstag, den 22.Juni um 19Uhr

Der Ort folgt noch.

So flieg, du flammende, du rote Fahne, voran dem Wege, den wir zieh’n…. ♫

Im Rahmen unserer monatlichen Veranstaltung „Theorie und Theke“ wollen wir im Juni gemeinsam Arbeiter*innen-und Falkenlieder in konspirativer Atmosphäre am Lagerfeuer singen. Klingt erstmal komisch, klischeehaft und altmodisch. Wir denken aber das es sich lohnt sich mit der Vergangenheit der Arbeiter*innenbewegung auseinandersetzen und sich daher auch mit den Liedern der Bewegung zu beschäftigen. Daher laden wir alle Interessierten ein, mit uns in die Vergangenheit zu schauen und dem Morgenrot entgegen zu gehen … oder viel mehr zu singen. Dabei werden wir hoffentlich klären, was wir sieben Tage lang trinken wollen und wer eigentlich die Signale hören soll 😉

* Die Veranstalter*innen behalten sich vor Rassist*innen, Sexist*innen, Antisemit*innen und sonstige Leute, die durch menschenverachtende Äußerungen ausfallen, von der Veranstaltung auszuschließen.

Mai…vorbei!

…naja fast.

Der Mai ist schon fast rum und wir haben derweilen viel erlebt.

Während einige (wie angekündigt) die Genoss*innen aus Braunschweig und Göttingen beim Minicamp unterstützt haben, waren andere auf der Bundeskonferenz der Falken, die in diesem Jahr in Erfurt stattfand. Wir gratulieren den neuen Bundesvorsitzenden Jana und Alma zur Wahl! Auf der Bundeskonferenz wurde auch das brandneue Debattenorgan der Falken vorgestellt: Das ThuG – Magazin. Für alle die vor lauter Theorie und Ungeduld nicht mehr still sitzen können…

 

Herzlichen Glückwunsch und Freundschaft an Alma und Jana – unsere neuen Bundesvorsitzenden.

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Das Wetter war nicht immer so trüb wie auf dem Foto, die Sonne hat sich auf dem Minicamp 2017 ordentlich blicken lassen und für diverse Sonnenbrände gesorgt…

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Bald auch in Bremen! Das neue Debattenorgan der Falken – wir freuen uns drauf!

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