Über uns

Wir sind die neugegründete Jugendgruppe der Falken Bremen. Die Falken sind ein pluralistischer Verband, in dem es Menschen mit unterschiedlichen Ansätzen, und Denkrichtungen gibt, die gemeinsam Ideen für ein selbstbestimmtes Leben diskutieren und dafür kämpfen. Wir sind parteiunabhängig, aber parteiisch gegen Herrschaft und Ausbeutung. Zusammen wollen wir diese Welt besser verstehen lernen und verändern. Dabei wollen wir schon im Bestehenden Zusammenhänge schaffen, in denen wir anders miteinander umgehen: Wir wollen uns helfen, anstatt wegzusehen. Wir wollen solidarisch handeln, anstatt in Konkurrenz zueinander zu stehen.

Angesichts der gegenwärtigen Verhältnisse kann man nur verzweifeln. Während die Leichenberge an der europäischen Außengrenze immer höher werden, ist ein deutlicher Rechtsruck in der Politik vieler Länder innerhalb der Europäischen Union zu beobachten. Es ist kein Geheimnis, dass in der sogenannten „Mitte der Gesellschaft“ längst rechte Ideologien angekommen sind und stetig von dieser reproduziert werden. Die etablierten Parteien, getrieben von der Angst des Stimmenverlustes, nähren sich dem rechts-konservativen Gedankengut immer weiter an. Die in den letzten Monaten auf den Weg gebrachten Asylpakete wurden von der derzeitigen Bundesregierung beschlossen und damit eine drastische Verschärfung des Asylrechts herbeigeführt. Menschen die auf der Suche nach einem besseren Leben sind, können nun noch schneller abgeschoben werden. Die Liste der sogenannten „sicheren Herkunftsstaaten“ wird immer länger und die Menschen die damit „ganz legal“ ins Ungewisse oder den Tod geschickt werden immer mehr.

Dem Ganzen müssen wir etwas entgegensetzen. Mehr noch wollen wir aber nicht nur in Abwehrkämpfen verharren, obwohl diese dennoch unglaublich wichtig sind. Vielmehr müssen wir uns und andere bilden und mit Kopf und Verstand handeln. Wir müssen verstehen und analysieren welche Mechanismen sich hinter Rassismus verbergen. Rassist*innen sind nicht einfach nur dumm, sondern folgen einer bestimmten Charakterstruktur, die es zu entlarven gilt. Wir müssen den nationalistischen Konsens durchbrechen! Rassismus ist eben keine Erfindung von PEGIDA und Sexismus ist nicht erst seit Köln ein Problem. Es sind die verkrusteten Strukturen des Kapitalismus und des Patriarchats welchen eine klare Absage erteilt werden muss.

Die Frage darf aber nicht nur lauten wie wir Rassismus auf allen Ebenen bekämpfen können. Sondern wir müssen diese Gesellschaft und ihre Verhältnisse von Grund auf verstehen lernen und verändern. „Das Halbverstandene ist nicht die Vorstufe der Bildung, sondern ihr Todfeind.“ Unser Durst danach, diese Gesellschaft zu verstehen darf nicht aufhören. Lasst uns gemeinsam diskutieren in was für einer Welt wir leben wollen. Lasst uns Kritik üben und aushalten. Lasst uns Pläne schmieden, für ein besseres Leben. Für selbstorganisierte Bildung und emanzipatorische Kritik.

Wir treffen uns jeden Donnerstag um 18:30 Uhr im Sielwallhaus, kommt vorbei und diskutiert, lernt und organisiert euch mit uns!

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